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Der
Hund im Tierheim
Schweigend
steh´ ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein
alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du
hilfst mir auch nicht, fremder Mann!
Spar´
dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht!
Geh´
endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab´,
umsonst ich einem Menschen gab!
Doch
wenn er käm´, holt mich nach Haus´,
wie anders säh´ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär´ wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?
Geh
endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für deinen Bruder - selbst mein Leben!
Spar´
dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht.
Geh´ weiter - oder wag´ den Schritt,
hab´ Erbarmen - nimm mich mit!"
eingesandt von Christiane Gumpert
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