18.06.2011
Lela

Liebes Tierheim-Team,

ich bin’s – Lela. ;-)

Erinnert ihr euch noch an mich?
Am 12. Februar 2011 bin ich von meinen neuen Ernährern abgeholt worden.

Ich war damals vielleicht ein halbes Jahr alt
(so genau weiß ich das nicht – man bekommt von seiner eigenen Geburt ja nicht so viel mit).

Damals habt ihr gesagt, ich sei eine „Trockenfutter-Katze“ – von wegen.
Seit ich weiß, was es für tolles Nassfutter gibt (vor allem Fisch – mit Rind, könnt ihr mir gestohlen bleiben)
oder seit ich gegrilltes Hähnchen kennengelernt habe (natürlich ohne Haut und Knochen
und nur das Brustfleisch!!!) hat sich das kollosal geändert.



Und auch sonst hat sich in den letzten
4 Monatenso viel getan,
über das ich erzählen möchte:
Ich hab mich von Anfang an pudelwohl
in meinem neuen Reich gefühlt
(kann ich das als Katze überhaupt?).

Ich hatte keine Angst vor den beiden Menschen,
im Gegenteil, wir haben ab dem ersten Tag ausgiebig
geschmust und machen das heute noch
(aber nur wenn ich will) ;-).

Zuerst habe ich nur das Erdgeschoss
unsicher gemacht,
aber in kürzester Zeit habe ich das ganze Haus
(inkl. Kleiderschränke und Schlafzimmer!!!)
zu meinem Reich erklärt.
Ist doch auch logisch –
schließlich musste ich 8 Wochen im Haus bleiben
(und ich hab nix kaputt gemacht,
sagen die beiden Mitbewohner immer zu
anderen Menschen, die MICH besuchen).






Jetzt bin ich aber Freigänger und das ist gut so,
denn die Zwei müssen ja jeden Tag arbeiten
und mein Fressen verdienen.

Aber wenn sie abends kommen,
stehe ich immer parat –
denn dann bekomme ich ein „Leckerli“,
weil ich so schön brav war
(klar - hab´ den ganzen Tag ja nur gepennt).





Einen Riesenstress hatte ich aber schon:
die Vorbesitzer meines Reiches haben wohl
auch Katzen gehabt und noch zusätzlich
einen riesig schwarzen Kater angefüttert.

Als der gemerkt hat dass die Katzenklappe offen ist,
hat der mir mein Fressen geklaut
und hat mich attackiert.
Da war ich ganz schön verstört.

Da haben meine zwei Lieblingsmenschen
kurzerhand die mobile Tierärztin angerufen
und die hat mich gechipt (hat gar nicht weh getan).

Es wurde eine neue Katzenklappe angeschafft
und auf meinen Chip programmiert.
Jetzt kann nur noch ICH durch die Klappe
und vor dem schwarzen Riesenkater flüchten,
wenn er mich mal wieder jagt.



So genug schrieben –
ich fahr´ jetzt mal den PC runter,
leg mich zu den Beiden zum Kraulen
auf die Couch (auf irgendeinen Schoß)
und lass mich für die nächsten zwei Stunden
auch nicht verjagen
(ist doch deren Pech, wenn die mal aufs Klo müssen).

Viele Grüße und Danke
dass ihr mich aufgenommen hattet -
aber ich komme bestimmt nie wieder ;-)

Eure Lela

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