16.10.2009
Byron
Eine Geschichte wie es sich zugetragen hatte, als wir Byron im Tierheim gefunden hatten:

Meine Frau und unser Sohn Oliver hatten sich es in den Kopf gesetzt,
eine Katze in unsere Wohnung zu holen.
Da unser Sohn aber eine Allergie gegen Tiere hat, war ich sehr besorgt um ihn.
Es ist nicht leicht, wenn ein Tier einmal im Hause ist, es wieder herzugeben. Wir bekamen durch ein Inserat eine kleine Katze, womit das Problem für mich schon anfing:

keine Nacht mehr schlafen, da die kleine Katze nur am Schreien war.
Nun bekam unser Sohn auch noch Schnupfen, was ich für Anzeichen seiner Allergie wahrnahm.

Nun kam dies, was ich voraus sah:
die Katze musste wieder aus dem Haus, womit ich der Bösewicht geworden war.

Kurze Zeit später fand meine Frau unser Byron im Net vom Tierheim.
Ich ließ mich wieder überreden und wir fuhren sofort ins Tierheim.

Er gefiel uns auf Anhieb, konnten ihn aber leider nicht mitnehmen, laut Martina, da er krank war.
Unser Sohn fuhr jeden Tag Woche für Woche zu ihm und er hatte nichts, keine roten Augen oder Luftmangel,
bis wir ihn endlich mitnehmen durften.

Als wir ihn abholten, stellten wir die Transportbox hin und Byron ging ohne wenn und aber in diese Box.

Happy End



Das Paradies einer Katze


"Ich kann euch sagen:

hier lebt es sich so richtig prächtig: jeder Platz ist für mich geeignet. Ich habe eine Menge
Schmusemenschen und überall schön warm.

Stellt euch vor, die Zweibeiner bringen mir sogar mein Essen direkt vor meine Nase und das ist sooooo lecker.

Dann werd ich euch jetzt mal alles von Anfang an erzählen: Es war schon ziemlich kalt, als mich Zweibeiner gefunden hatten. Ich hatte mir mein Auge entzündet
und so nahmen sie mich mit in ein warmes Häuschen, gaben mir Futter und Medikamente.
Auch andere Katzen waren hier und wir erzählten
uns unsere Erlebnisse, doch jeder wusste, hier war nicht auf Dauer Platz für uns.
Jeden Tag kamen große und kleine Zweibeiner und standen vor unseren Behausungen.

Perle, eine hübsche weiße Perserkatze und ihre Jungen bekamen jeden Tag sehr viel Besuch,
jeder blieb bei ihr stehen.

Neben Perle wohnte ein etwas kleinerer Kater,
der zog aber auch schon bald wieder aus.
Dann kam ich, jeder ging an mir vorbei,
keiner wollte mich so richtig betrachten und mich besuchen. Ob es wohl an meinem Auge lag, das von Tag zu Tag zwar besser wurde durch die Medikamente,
aber immer noch nicht hübsch aussah?





So verbrachte ich meine Tage im Wormser Tierheim mit sehr viel schlafen, essen und natürlich schmusen.

Eines Tages, es war kurz vor Weihnachten, das merkte ich, überall waren Sterne und Weihnachtsmänner
im Büro der Zweibeiner, kamen 2 große und 2 kleine Zweibeiner. Ich hörte sie schon, als sie noch draußen waren, wie sie mit der Angestellten redeten, ob sie zu mir können. Ich freute mich richtig und nahm mir vor, mich von meiner besten Seite zu zeigen.

Als ich sie dann endlich sah und sie sogar noch die Tür aufmachten, konnte ich meine Freude nicht verbergen.
Ich kuschelte mich an den Anführer der Zweibeinerfamilie und konnte
mein Glück kaum fassen, alle 4 streichelten mich.

*Schnuurrr* was ein schönes Gefühl. Ich hörte sie miteinander reden, dass sie mich mitnehmen wollten.
Da dachte ich: waaas???
schon wieder umziehen? Was ist mit meinen Freunden? Traurig verzog ich mich nach meinem Besuch in meine Höhle, als ich Perle hörte.

Sie saß vor meiner Tür und sagte: "Byron, sei froh dass du heute Besuch hattest.
D iese Zweibeiner sind echt nett, du wirst sehen,
dir wird es gut gehen.
Vertraue mir, ich kenn´ mich da aus!"
Ich vertraute Perle und schlief sofort ein.
Am nächsten Tag wachte ich fröhlich auf und wer stand vor mir?
Genau richtig, die Frau des Zweibeinerbesuches.
Moni hieß sie, das wusste ich mittlerweile.
Moni kam nun jeden Tag auf die Krankenstation.

So hieß die Behausung, und besuchte mich, streichelte mich, gab mir Leckerlis und fragte den Doktor nach meiner Genesung.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, standen Moni und der Anführer, sowie ein kleiner Zweibeiner, mit einer Kiste vor mir.

Ich verabschiedete mich von Perle und ihren Kleinen
und ging fröhlich ohne Gepäck in die Kiste, die für mich vorgesehen war.
Auf dem Weg in mein neues Zuhause schlief ich.

Als wir ankamen, machte Moni die Tür der Kiste auf und legte mir sofort etwas zu futtern hin.
Mann, Perle hatte wirklich recht gehabt.

Auf den ersten Blick war alles wunderbar, Futter, Spielzeug, Wasser und 4 Menschen, die sich um mich kümmerten. So verstrichen die Jahre wie im Flug.

Ich weiß vor lauter schmusen, essen und schlafen gar nicht, wo die Zeit geblieben ist.
Und wisst ihr was? Manchmal mach´ ich sogar Ausflüge über das Wochenende, da gibt es Eichhörnchen
und Hasen, so groß wie ich. Davor hab´ ich aber noch zu viel Angst,
da bleib ich lieber bei Moni und Anführer Klaus.

Ich bin richtig froh, hier zu sein. Es hätte mir nicht besser gehen können. Um ehrlich zu sein,
möchte ich hier auch gar nicht mehr weg.

Nun ja, das war meine kleine Geschichte.
Leute ich hab´ nicht viel Zeit, ich habe einen strengen Terminplan.

Als nächstes steht schlummern auf dem Plan.
Und danach Streicheleinheiten von Moni.

Also macht´s gut."
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