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16.1.2010
| Spike |
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| SPIKE
- kleiner, mutiger Hund!
Manchmal erweckt es in einem den Eindruck, dass es in keiner Zeit
so einfach war,
auf den Hund zu kommen, wie in der Unseren.
Bei der Anmeldung auf unserer Verbandsgemeinde warst Du bereits
die Nummer 47 -
und das am 11. Januar 2010.
Es ist schön, wenn sich so viele Menschen zu einem Haustier
entschließen.
Dennoch frage ich mich, ob sich wenigstens ein Großteil dieser
Personen auch nur im Ansatz darüber Sorgen gemacht hat, ob
er auch bereit ist für einen Partner.
Partner Hund nämlich, der nicht nur ein modisches Accessoire
an der straßbesteinten Leine ist,
sondern auch eigene Belange, einen eigenen Willen und einen starken
Charakter besitzt?
Er kann Dich begleiten für die nächsten - sagen wir mindestens
fünfzehn Jahre.
Du hast die Aufgabe, ihn zu erziehen und an Deine Seite zu stellen,
ihm nein beizubringen mit großmütiger Geduld. Er ist
ein wundervolles Wesen, das nicht die harte Hand und Knüppel
braucht, wie es einst unsere Vorfahren praktizierten, sondern ein
Lebewesen mit Psyche und Charisma.
Bist Du bereit, den Weg mit Deinem Hund zu gehen - in guten und
in harten Zeiten?
Nicht nur dann, wenn er brav Balli bringt und Dir zu Füßen
liegt, sondern auch dann,
wenn er gerade Deine Tür markiert hat oder er noch Probleme
hat, stubenrein zu werden?
...auch dann, wenn er nachts raus muss, vllt. auch einmal leise
weint und Trost braucht,
wenn Du die Zeit gerade nicht kalkuliert hast?
...und ist er auch noch Dein Freund, wenn er ein Sofakissen zerbissen
hat oder etwas kaputt machte,
weil Du ihn alleine gelassen hast und er sich einsam fühlte?
Nun ja. Ein Hund braucht einen Menschen, der bereit ist, all diese
Wege mit ihm zu gehen.
In guten wie in schlechten Zeiten.
Nachts ebenso wie am Tag und eben auch dann, wenn er vielleicht
selbst einmal krank ist.
Wenn all das Dich nun abgeschreckt hat, solltest Du Dir überlegen,
ob Du wirklich bereit bist,
Dein Leben mit einem Hund zu arrangieren, ja, zu teilen!
Was man auch sagen sollte: Es lohnt sich. All die Mühe, die
es in den Anfängen braucht, Deine Geduld, Deine Zeit, Dein
Einfühlungsvermögen - der Hund belohnt Dich dafür.
Er schenkt Dir ein Leben lang sein Vertrauen und seine Treue, wenn
DU es nicht missbrauchst.
Für uns alle hier ist der Hund eines der Tiere, die wir nicht
missen möchten und die wir als Familientier sehr hoch schätzen.
Schon immer hatten wir Hunde in unserer Umgebung und es ist einfach
wundervoll, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen dürfen. Auch
sie werden für Ihr ganzes Leben positiv geprägt.
Ja und so kamen wir nun zu Dir, kleiner Spike.
Gerade mal acht Monate alt und bereits vier Besitzer hinter Dir
hast Du im Tierheim Worms gesessen.
Die Zeiten sind stark vorangeschritten und wir sind glücklich
darüber, dass in den Tierheimen heutzutage
mehr als Einzel- od. Gruppenhaft praktiziert wird.
An dieser Stelle ein Dankeschön an die Mitarbeiter und Förderer
dieser Institution,
an die Gassi-Gänger und auch an die verständnisvollen
Besucher, wohlüberlegten Personen,
die Tiere aus dem Heim übernommen haben und dies auch immer
wieder tun werden und ebenso an alle,
die sich ernsthaft mit der Anschaffung eines Haustieres auseinander
gesetzt haben.
Die Tiere danken Euch jede dieser Aufgaben von Herzen!
Spike, der Hund der sich nicht wirklich freuen kann.
Klein, so hübsch, ängstlich und dennoch in Erwartungshaltung.
Als wir Dich zum ersten Mal trafen, warst Du ein kleines Häufchen
Elend,
das nicht mit dem Schwänzchen wedelte, als es fremde Menschen
erblickte und an der Leine nicht gerne mit uns mitlief. Dennoch haben
wir uns sofort in Dich verliebt.
Der zweite Spaziergang verlief munterer aber dennoch mit großer
Skepsis deinerseits.
Wer kann es Dir auch verdenken? Stets hast Du Dich innig gefreut,
wenn Du zurück ins Heim durftest
und natürlich haben wir uns gefragt, ob Du Dich irgendwann auch
über uns freuen wirst?
Aber es braucht einfach Zeit, um wieder einer fremden Familie zu vertrauen,
um zu erleben,
dass nicht jeder Aufenthalt in einem Zuhause wieder früher od.
später im Tierheim endet.
Macht das nicht nachdenklich? Ich persönlich habe häufig
über diesem Gedanken geweint,
noch bevor wir Spike endlich mitgenommen haben.
Die nette Mitarbeiterin, die Dich an uns vermittelt hat, überbrachte
uns nach einigen Spaziergängen
täglich neue Hiobsbotschaften über Dich und manchmal fragten
wir uns,
ob das eine Prüfung unserer Festigkeit sein sollte?
Es hat uns nicht verunsichert, wollen wir an dieser Stelle einmal
bemerken, aber es hat uns schon irritiert,
da wir Dich überhaupt nicht mehr einzuschätzen vermochten
und ein bisschen Angst war dann auch bezüglich Deines Umgangs
mit unseren beiden Katzen vorhanden.
Eigentlich war das die einzige Hürde, die Du nehmen musstest,
denn auch diese beiden Unglückskater
sind froh über Ihr heutiges Heim und sollten keinesfalls wieder
vertrieben werden.
Nachdem die Schnuppertage - hm wollen wir sagen, glimpflich verliefen
und wir darüber befreit durchatmen konnten, war doch klar,
dass wir nun endlich Deinen Vertrag unterzeichnen konnten.
Wir haben uns darüber alle enorm gefreut, denn auch wenn das
die eigentliche Zielsetzung
unserer "Hundesuche" war, kann man nicht immer sofort
eine klare Pro-Entscheidung treffen,
wenn es noch andere Hausbewohner gibt, denen man ebenso Rechnung
zu tragen hat.
Es ist wichtig, das zu prüfen und noch wichtiger: Auch die
eigene Geduld und Hartnäckigkeit
bezüglich der nötigen Zusammenführung! Man braucht
schon Fingerspitzengefühl,
Güte und auch ein bisschen Beharrlichkeit, einen guten Willen
und bestmöglich die innere Einstellung,
dass das schon funktionieren wird. ..und so sollte es dann auch
sein!
Wenn Kinder im Haushalt vorhanden sind, sollte man noch intensiver
das Zusammenspiel prüfen
und die Kinder im richtigen Umgang mit dem Tier schulen.
Das ist unerlässlich, egal ob kleiner oder großer Hund.
Spike sollte nicht stubenrein sein. Hm. Das stimmt einen neuen Besitzer
zwar nicht übermütig,
aber es erschlägt ihn auch nicht.
Übrigens: Er ist stubenrein, wenn man ihm die Möglichkeit
bietet, sich draußen zu leeren.
Bisher hatten wir nur einen wirklichen Pipi-Unfall im Haus und daraus
haben wir gelernt,
denn man muss ganz klar einräumen: Nicht immer ist das Tier daran
schuld, wenn etwas auf Laminat,
Fliese, Teppich und Co geht!!
Man sollte anfänglich dem Rhythmus und der Gewohnheit des neuen
Bewohners Rechnung tragen,
bevor man dann langsam auf den menschlich nötigen Zeitrahmen
hinarbeitet. Dann klappt das auch!
Was uns anzumerken sehr wichtig ist: Auch wenn es vorkommt, nehmen
Sie bitte Abstand von dem Gedanken,
ein Tier mit der Nase in seine Exkremente zu stoßen.
Das ist vorsintflutlich und entspricht keineswegs dem heutigen Standpunkt
der Entwicklung -
hierzu gibt es vernünftige Literatur, die einem hilft, den richtigen
Weg zu gehen
und auch die Mitarbeiter des Tierheimes helfen gerne weiter!! |

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..außerdem "betätigt er sich als Innenarchitekt"
- ??? Bei uns nicht.
Sicherlich ist es so, dass er anfänglich noch nicht alleine bleiben
will - kann.
Das muss man sich langsam erarbeiten und immerhin funktioniert es
in diesen wenigen Tagen schon so,
dass Spike nicht im gleichen Raum bleiben muss, in dem man sich selbst
aufhält.
Er läuft herum, liegt mal hier, mal da, spielt und vor allem:
Er schläft ganz intensiv!
In der Entwicklung eines Welpen sind es gerade diese ungestörten
Schlafphasen, die vorankommen lassen.
Der Hund verarbeitet neue Eindrücke und bemerkt ebenfalls, dass
er ungestörte Geborgenheit,
Sicherheit in der Familie hat. Das hilft ihm enorm!
Spike muss in der Vergangenheit auch böse Begegnungen mit Stöcken,
Besenstielen und ähnlichen Schlagwerkzeugen gemacht haben, denn
wenn man den aktuellen Schnee wegfegen möchte
und er nur einen Besen erblickt, duckt er sich und flitzt davon.
Ich hoffe, dass er mit der Zeit merkt, dass er hier keine Hiebe zu
erwarten hat und wir werden ihn
Schritt für Schritt angenehm mit dem Besenstiel identifizieren,
damit die negativen Eindrücke die Chance haben, abzufallen -
aber das funktioniert nicht von heute auf morgen!
Schlimm für ihn ist nach wie vor das anlegen von Ausgehgeschirr
und Halsband.
Was nur ist dem kleinen Kerl in diesen acht Lebensmonaten widerfahren???
Jeder, der die Chance hat, das Leben eines Hundes in den Anfängen
zu prägen,
sollte sich dessen sehr bewusst sein. Es prägt sein ganzes Leben!
Wir belohnen ihn stets mit einem Leckerli, wenn er etwas toll gemacht
hat,
z.B. wenn er sein Geschäft draußen erledigte, wenn er die
Katzen brav tolerierte,
was er übrigens wirklich erstaunlich großartig macht!
Natürlich halten wir noch immer die Luft an, wenn Kater Paul,
der "Bengelkater" und Vorwitz in der Familie,
glaubt, ebenfalls an den gefüllten Hundefressnapf vordringen
zu müssen - das ist etwas, was man zu vermeiden versuchen sollte,
denn Futterneid ist niemals völlig auszuschließen und das
ist einfach eine gefahrvolle Situation. Dennoch auch hier: Mutiger,
braver Spike!
Ach und dann sollte der Hund auch noch gnadenlos bellen. Bellen -
was ist das?
Er hat bisher nur wenige Male die Gelegenheit geboten, seiner Stimme
lauschen zu können. Jetzt noch eine Bitte an alle, die sich hier
einlesen, Vermittlungsverläufe lesen und sich selbst zu einem
Tier entschließen:
Gehen Sie davon aus, dass Sie ein "gebrauchtes" Tier übernehmen.
Es hat gewisse Verhaltensmuster bereits verinnerlicht und braucht
Zeit, wenn man es hier umformen möchte. Außerdem ist es
immer auch möglich, dass Ihr Tier krank ist bei Übernahme
oder später krank wird.
Kalkulieren Sie ein, dass Tierarztkosten anfallen können und
irgendwann auch werden.
Das ist bei jedem Tier Fakt - allein schon für nötige Impfungen
und Entwurmungen, die regelmäßig nötig sind.
Spike sollte Husten haben. Er wurde auch noch einmal vor Übernahme
gecheckt und mit Hustensaft ausgestattet.
Leider war es dann so, dass er in der Nacht von Freitag auf Samstag
zwei Stunden lang Erstickungsanfälle
produzierte, hervorgerufen durch einen starken Hustenreiz.
Es war sehr schlimm anzuhören und wir sind per Notfall direkt
samstags in die Sprechstunde unseres Tierarztes. Spike hatte zu diesem
Zeitpunkt sehr hohes Fieber, das von außen nicht wirklich feststellbar
war
(gerade auch bei den aktuell sehr kalten Außentemperaturen ist
die Regulierung der Temperatur schwierig
und über das Fell nicht erfühlbar, ob alles im Lot ist,
schon gar nicht für Laien).
Außerdem war die Lunge nicht mehr ganz frei beim Abhören.
Es wurde nötig, dass er nun doch ein Antibiotikum bekommt und
zusätzlich noch einen Hustenstiller für Kinder.
Bereits am Montag war er wieder völlig fieberfrei und die Lunge
ohne Geräusche und ist auf dem Weg der Genesung. |
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Wir finden es übrigens sehr traurig, dass die letzten Besitzer
u.a. auch den Husten als Rückgabegrund angaben.
Es hätte Spike geholfen, wenn er eine Behandlung bekommen hätte,
die jeder ansässige Tierarzt durchführt.
Offenbar gab es ja aber noch andere Gründe für die Rückführung
und insofern möchten wir an dieser Stelle
auch den Menschen danken, die ihn zurückgebracht haben.
WIR möchten den kleinen Kerl nicht mehr missen und haben ihn
bereits nach dieser einen Woche
in unser Herz geschlossen und in die Familie aufgenommen.
Mutiger kleiner Hund!
Inzwischen wedelt er mit dem Schwänzchen, tollt mit dem Nachbarshund
durch den Schnee und jagt ihm -
dem Großen - den Ball ab! Er kann knurren und spielen, liebt
seine Spaziergänge und fliegt nur so im Galopp
durch unseren Garten. Er apportiert Stöckchen, zerbeißt
unser Katzenspielzeug und wenn`s halt mal schief geht, dann macht
er ein Pipi auf die Fliesen.
Alles in Allem würden wir sagen: Ein ganz normaler Hund in
dieser Altersstufe,
der leider schon sehr viel mitmachen musste!
Aber: Es wird und jeden Tag macht der kleine Hund uns riesengroße
Freude.
Wir grüßen alle ganz herzlich und wünschen für
2010 alles Gute, Gesundheit, Glück
und richtig viel Spaß mit den eigenen Tieren, Ludmilla, das
Glücksmeerschwein,
Pit, der Kater, der seit September 2008 bei uns lebt und den wir übernahmen,
weil er nicht mehr dort bleiben durfte, wo er wohnte,
Paul, der kleine Tierheimkater, den wir im August 2009 im Alter von
12 Wochen übernahmen -
er war ausgesetzt und offenbar hat er die Trennung von seiner Mama
nicht gut überwunden,
denn noch immer nuckelt er heiß und innig an allem, was flauschig
ist -
aber gerade deswegen mögen wir den kleinen Bengal-Mix umso lieber!
Eveline, Carsten und Emilia und nun auch Spike, kleiner, mutiger Hund.
P.S.: Unsere Tiere haben 2009 ziemlich hohe Tierarztkosten produziert,
denn Pit wurde aufgrund Pauls Einzug erst mal sehr krank und musste
zweimal antibiotisch und anschließend aufbauend behandelt
werden, Paul hatte einige Wochen Durchfall und hatte dadurch Labor-
und
Behandlungskosten, und nun Spike, der natürlich auch nicht
gratis durchmarschierte.
Dennoch: Es lohnt sich und wir würden es immer wieder so machen!
Dafür ist in unserer Verbandsgemeinde das erste Jahr mit einem
Hund aus dem Tierheim steuerfrei.
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Update
August 2010
Hallöchen liebes Tierheim-Team,
wollt´ mich mal melden!
Da es heute regnet, habe ich Zeit, denn ich bin ein wirklicher "Schönwetter-Hund",
wie Herrchen immer sagt..
Mir geht es gut und ich freue mich schon auf meinen ersten, tollen
Familienurlaub -
kann`s kaum glauben: Ich fahre echt ans Meer!!
Dazu war ich beim Tierarzt und der hat mir so ein blödes Lesegerät
an die Seite gehalten -
bin ich da erschrocken,,)) - und konnte kaum glauben dass es das
tatsächlich dort schon gewesen sein sollte.
Aber so war es dann doch. Glück gehabt, kein Pieks. Da hat
es der Paul nicht so gut -
der muss doch im September glatt geimpft werden, die Katzen-Socke...
Der Sommer - puh, der war bisher so eklig heiß, dass ich es
gar nicht mehr schön fand.
Zum Glück hab ich die Auswahl und kann im Wohnzimmer
unter die Couch krabbeln - da ist es dann wie im Kühlschrank
und ich schmiege mich auf den Holzboden. ..
und zum auftanken von Wärme geht`s nach draußen in den
Hof - plumps auf den Steinboden.
Ist wahrlich wie eine Heizung! Hmmmm... und zur Abkühlung darf
ich manchmal im Oppenheimer
Strandbad schwimmen gehen - und tauchen, denn das ist meine Leidenschaft.
Der Tierarzt meint, mein wahrer Charakter wäre wohl der einer
Ente.
Da kann ich nur brummen! Muss doch mal kucken, was da so am Boden
im Wasser alles abgeht.
Könnt´ ja was versäumen.
Manchmal frag´ ich mich ja schon, was meine Freunde aus dem
Tierheim machen
und wie es denen heute wohl geht? Yvettchen ist immer noch da, meine
Große.
Hoffentlich findet sie auch noch ein gutes Zuhause.
Freunde - ja, da hab´ ich hier eine Menge neue gefunden und
keiner hätt`s geglaubt:
Mein Herz schlägt echt auch für Katzen! Der rotblonde
Pit - naja,
der ist mir nicht immer so geheuer. Ist ein bisschen dominant, der
Gute.
Hat der mich doch glatt wie einen Lappen behandelt, als ich zuletzt
aus dem Garten kam!
Ich lag da und der hat sich auf meinen Beinen gewälzt - brrr
-
ja und dann hab ich mein Hinterbein angezogen und wisst ihr, was
der da gemacht hat, der olle Kater???
Ich hab gedacht, ich träum! Krallt
der einfach in mein damals noch langes Fell, zieht das Bein wieder
zu sich
und wälzt sich auf mir.
Naja - dafür fahr´ ich ja auch mit in den Garten zum
toben und er nicht - ätsch!!
Wobei - fahren ist gut... Herrchen fährt und ich mach Sport
am Rad. Irgendwann dreh ich den Spieß um.
Ein bisschen weiß er das ja schon, denn wenn ich keine Lust
mehr hab´, dann lauf´ ich
einfach Schritt! Nix mit "komm Guter" oder "auf jetzt"
oder "hopp" - denkste, dann schieb doch!
Ach ja, mein Haarschnitt! Hatte ich nicht einen so hübschen
Pinsel auf dem Kopf - da kam der Tag,
als Frauchen einfach zur Schere griff und ratz-fatz war`s ab. Einfach
ab.
Naja, ich konnte aber glatt besser sehen - war nichts mehr im Weg.
Okay, hab ich hingenommen - aber dann: Die haben ein Trimmgerät
gekauft. Echt! Naja, plötzlich waren Herrchens Haare sehr kurz
- ich dacht´ noch, das soll wohl so sein.
Aber wisst ihr was?! Frauchen hatte nur getestet, ob es auch nicht
ziept und dann war ich auch noch dran....
Komisches Gefühl. Aber es gefällt. Steht mir richtig gut
und jetzt weiß ich auch endlich,
was ich wirklich bin: Ein Dalmatiner! (Anmerk. der Besitzer: Spike,
das denkst Du nur...)
Ich fühl mich auch so groß und deshalb belle ich gleich
nochmal tiefer und lauter und brumme dominant,
wenn jemand an meinem Hoftor oder Garten vorbeigeht - was soll das
auch?!
Hihi - jetzt geht`s bald an den großen Strand nach Römö
- Frauchen hat mir davon erzählt
und ich find es jetzt schon ganz spannend.
Zum Glück fahre ich so gerne Auto!
..und dann sag´ ich euch noch was:
Ich hab meine Familie mal ganz für mich alleine - so ganz ohne
die puscheligen Katzenbiester.
Das Kind darf wohl auch mit - aber die mag ich ja gerne!
Soviel von mir und dem ersten Sommer in meinem neuen zuhause,
in dem ich bellen, knurren, brummen,
singen, rennen, toben, laufen, schlafen, faulenzen, schwimmen und
spazieren gehen darf -
eine echte rundum-Betreuung, die mir auch nicht böse ist, weil
ich alle Spielzeuge innerhalb kürzester Zeit
zerlege... Die haben mich echt lieb hier!
Liebe Grüße von Eurem kurzgeschorenen Spike, dem kleinen
Dalmatiner...
P.S.: Ich habe noch immer keine Möbel angefressen - nur
einen der beiden teuren Lederschuhe
von Frauchen und den rechten, roten, neuen Gartenclog - hat keiner
geschimpft!
Naja, die neuen Schuhe kommen jetzt immer in den Schuhschrank - da
hab´ ich keine Chance mehr ;-)) |
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