Deutscher Tierschutzbund

UPDATE: Eine Chance für Kimba - die Resozialisierungsstation

23.10.2017

Unsere „Dauerhockerin“ Kimba konnte am 13.10.2017 in ein Resozialisierungprogramm starten.

Kimba ist 9 Jahre alt und sitzt seit 8 Jahren bei uns im Tierheim. Wir haben bereits längere Zeit versucht sie in eine solche Station/ein solches Programm unterzubringen, aber leider sind alle Einrichtungen, die sich mit solch schwierigen Hunden befassen, chronisch besetzt mit ewigen Wartelisten und nur sehr wenige Hunde haben das Glück aufgenommen zu werden, da es in Deutschland sehr viele Tierheime mit sehr schwierigen Hunden gibt und entsprechend groß ist der Andrang. Diese Tiere haben aufgrund ihres Verhaltens kaum oder keine Chance eine neue Familie zu finden.

Jetzt hat sich diese einmalige Chance durch einen glücklichen Zufall ergeben und wir sind froh, dankbar und glücklich, dass Kimba ausgewählt wurde daran teilzunehmen. Die jetzt neu aufgebaute Resozialisierungsstation befindet sich im Tierheim Kaiserslautern und wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund ins Leben gerufen.

Die Unterbringung dort ist im ersten Schritt zeitlich begrenzt auf 12 Wochen. Im Laufe des täglichen Trainings wird sich dann zeigen, ob und welche Fortschritte Kimba macht und ob vielleicht auch eine Verlängerung der Unterbringung erforderlich sein wird. Selbstverständlich werden wir über alle Schritte detailliert von der Hundetrainerin und den Kollegen vom Tierheim Kaiserslautern informiert werden. Wir werden Kimba auch besuchen, um die Entwicklung persönlich mitverfolgen zu können und möchten dies auch mit ihnen teilen via facebook und unserer Homepage.

Es ist eine Chance für Kimba, aber dennoch weiß keiner vorab, wie, ob und in welche Richtung sie sich mit Hilfe des täglichen Trainings entwickeln wird. Auch dessen muß man sich bewusst sein - aber alles ist besser, als weiter bei uns ohne Chance auf Vermittlung zu sitzen.

Sie wird in Kaiserslautern nun täglich neu geistig gefordert und wir alle hoffen sehr, dass eine Verbesserung ihres Verhaltens gegenüber Menschen und Artgenossen eintreten wird. Selbstverständlich muß das Training dann auch bei uns von den Pflegern und mit Hilfe von Gassigängern konsequent fortgeführt werden, sonst macht all die Mühe keinen Sinn.

Dieses Resozialisierungsprogramm kostet uns als Tierheim natürlich auch entsprechend Geld, umsonst gibt es auch hier nichts. Wir konnten diese Chance für Kimba dank einer großzügigen, zweckgebundenen Spende und einem Zuschuss vom Deutschen Tierschutzbund, Landesverband RLP, verwirklichen - Danke hierfür.
Gerne nehmen wir auch weiter Spenden für Kimba's Resozialisierung entgegen.

Drücken sie Kimba bitte die Daumen!

Kimba hätte es verdient ein Zuhause zu finden, genauso natürlich unsere anderen Tiere, die schon länger auf die richtige Familie warten. Es lohnt sich, auch solchen Tieren eine Chance zu geben und hinter ihre Fasade zu blicken und zu erleben, wie sie langsam Vertrauen zu einem fassen. Sicher dauert es länger, aber all die Mühe ist es auf jeden Fall wert.
Vielleicht haben sie ja auch schon länger darüber nachgedacht und sich bisher nicht getraut, einem solchen Tier ein Zuhause zu geben - sprechen sie uns an, wir helfen und informieren gerne.

 

Update:

Hier gibt es auch ausführliche Informationen: http://www2.tierheim-kaiserslautern.de/ueber-uns/huko/