Ich komme aus der Smeura, dem größten Tierheim der Welt und ich scheine in meinem bisherigen Leben vermutlich nicht besonders viel Gutes erlebt. Momentan bin ich noch sehr !! schüchtern und ängstlich. Berührungen kann ich bisher eigentlich nur aushalten – genießen kann ich sie noch lange nicht. Deshalb brauche ich vor allem eines: ganz viel Zeit, Geduld und Menschen, die mir nichts abverlangen.
Eigentlich bin ich noch gar nicht wirklich bereit für eine Vermittlung, aber ich wollte mich trotzdem schon einmal zeigen, denn in meinem bisherigen Leben war ich unsichtbar – und vielleicht ist jetzt der Moment gekommen, an dem mich endlich jemand sieht.
Die Pfleger können momentan noch nicht genau einschätzen, ob ich einfach nur unglaublich ängstlich bin oder ob möglicherweise auch noch ein gesundheitliches Problem dahintersteckt. Manchmal wirkt es, als könnte ich meine Umgebung nicht richtig erfassen. Ob vielleicht ein Problem mit den Augen dahintersteckt oder etwas anderes, muss noch genauer untersucht werden. Im Moment möchte man mir diesen Tierarztbesuch allerdings noch nicht zumuten. In meinem jetzigen Zustand könnte solch eine (für mich) traumatische Situation mein mühsam aufgebautes Vertrauen zu den Pflegern nwieder zunichtemachen und genau das möchte natürlich niemand. Erst einmal soll ich weiter lernen, dass Menschen auch freundlich sein können und dass mir nichts passiert.
Aber eines wollte ich heute unbedingt sagen: Ich bin hier!!!!
…. und falls mich trotz allem schon jemand kennenlernen möchte, darf er sich sehr gerne melden und einfach Zeit mit mir verbringen. Ohne Erwartungen. Ohne Druck. Einfach nur da sein, denn jeder freundliche Menschenkontakt hilft mir ein kleines Stückchen weiter.
Ich wünsche mir ein liebevolles und verständnisvolles Zuhause bei Menschen, die hundeerfahren sind und mir die Zeit und Sicherheit geben, die ich brauche. Ich brauche ein ruhiges Umfeld, in dem ich in meinem eigenen Tempo ankommen, Vertrauen fassen und mich sicher fühlen darf. Ein ländliches Zuhause wäre für mich deshalb besonders schön. Kinder sollte es in meinem neuen Zuhause nicht geben.
Ganz besonders würde ich mich über einen souveränen und freundlichen Hund an meiner Seite freuen. Ein vierbeiniger Gefährte könnte mir dabei helfen, mich zu orientieren, Sicherheit zu gewinnen und mich in meiner neuen Umgebung zurechtzufinden. Vielleicht kann er mir zeigen, dass ich meinem neuen Zuhause vertrauen darf und dass ich endlich angekommen bin.
Vielleicht bin ich JETZT noch nicht bereit für ein neues Zuhause, aber vielleicht bin ich bereit, langsam damit anzufangen, an Menschen zu glauben.